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SSL-Zertifizierung für Blogger

Der größte Nemesis vieler BloggerInnen ist und bleibt Google. Oftmals hat man das Gefühl von der Suchmaschine nicht richtig gefunden zu werden, obwohl man sich doch so viel Mühe mit der Suchmaschinenoptimierung, den Texten und der Ladezeit der Website gibt. Ein relativ „neuer“ Faktor den Google berücksichtigt sind SSL-Zertifikate.

Was sind SSL-Zeritfikate?

Mit Sicherheit sind euch in der Browserzeile bei einigen „großen“ aber auch kleineren Website das https:// statt dem http:// vor der URL aufgefallen. Hier sind SSL-Zertifikate im Einsatz! Aber was soll das überhaupt sein? Und wozu brauche ich das als BloggerIn?

Erstmal ein paar grundlegende Begriffserklärungen:

HTTPS steht für „hyper-text-transfer-protocol-secure“ und soll eine sichere Verbindung zwischen dir, als Anwender und einer Website herstellen.
Die sichere Übertragung gewährleistet ein SSL-Zertifikat dass die Daten verschlüsselt überträgt und dadurch unlesbar macht.

Warum sollte ich das als BloggerIn auch haben?

Für Online-Shops ist die SSL-Zertifizierung besonders wichtig da hier viele Daten verarbeitet werden müssen. Auch für BloggerInnen ist die HTTPS-Umstellung nicht unwichtig, denn schließlich hat man in den meisten Fällen auch ein Kontaktformular das Daten übermittelt. Um die eigene Leserschaft zu schützen, bietet sich ein Umstieg somit definitiv an!

Ein weiterer Grund ist auch dass der Browser unverschlüsselte Seiten immer öfter als unsicher oder gar „gefährlich“ kennzeichnet. Mit einem SSL-Zertifikat bekommt man nicht nur das tolle grüne Schloss in der Browserzeile angezeigt sondern weckt gleichzeitig Vertrauen, was wiederum für die Leserschaft sehr wichtig ist.

Mittlerweile ist HTTPS auch ein von Google bestätigter Rankingfaktor, was bedeutet dass die Wichtigkeit und Notwendigkeit von SSL-Zertifikaten im Fokus steht.

WordPress-Blog auf HTTPS umstellen

Während der Umstellung auf HTTPS kann es passieren, dass die Google-Rankings eures Blogs kurzzeitig schwanken. Davon dürft ihr euch jedoch nicht einschüchtern lassen denn wenn ihr die folgenden Punkte beachtet und entsprechend durchführt,  könnt ihr die Ranking-Schwankungen minimieren.

1.) First things first

Als ersten Schritt bietet es sich – wie bei allen größeren Veränderungen an deinem Blog – an ein WordPress-Backup zu erstellen. Vorab bietet es sich auch an einen Crawl eures Blogs anzulegen. Damit könnt ihr in späterer Folge überprüfen ob die Umstellung richtig verlaufen ist und ob alle URLs und Pfade entsprechend weitergeleitet werden. Ich verwende für den Crawl der Website den „Screaming Frog SEO Spider“.

2.) SSL-Zertifikat bestellen

Die Mehrzahl aller Hosting-Anbieter bieten kostenfreie SSL-Zertifikate der Firma „Let’s Encrypt“ an. Diese werden direkt von eurem Anbieter für euch eingerichtet.

Die Bestellung erfolgt direkt über dein Kundenkonto. Als Kunde bei all-inkl.com* loggt man sich dazu unter kasserver.com ein. Unter „Domain > Bearbeiten“ kann man den SSL-Schutz dann einrichten. Eine genaue Anleitung findet ihr in den meisten Fällen auch direkt bei eurem Anbieter. (*Affiliate-Link)

3.) HTTP zu HTTPS im WordPress-Backend anpassen

Sobald das SSL-Zertifikat eingerichtet ist, könnt ihr eure Blog-URL umstellen. Das erfolgt ganz simpel im WordPress-Backend.

Unter dem Menüpunkt „Einstellungen > Allgemein“ ändert ihr dann die „WordPress Adresse“ und die„Website Adresse“ von http:// auf https:// um.

4.) Umleitung in .htaccess-Datei vornehmen

Als nächstes müssen natürlich alle URLs die auf http:// zeigen auf https:// umgeleitet werden. Diesen Schritt nehmen wir in der .htaccess-Datei vor.

Diese findet ihr im Hauptverzeichnis eurer WordPress-Installation. Verbindet euch dazu mit eurem FTP-Client, ich nutze hierfür den „Total Commander“. Öffne die Datei und ergänze ganz oben im File folgenden Code und speichere das Ganze ab.

# HTTPS-Umleitung
RewriteEngine On
RewriteBase /
RewriteCond %{HTTP_HOST} ^www\.(.*)$ [NC]
RewriteRule ^(.*)$ https://%1/$1 [R=301,L]

5.) Bilder nicht vergessen!

Die Umstellung auf HTTPS, betrifft nicht nur die URLs der einzelnen Inhaltsseiten und Blogposts, sondern auch alle Bilder, CSS-und JavaScript-Dateien, PDFs, usw. Wenn ihr die Verlinkungen zu diesen Dateien nicht umstellt, führt das zu einem Mixed Content Problem. Das kann die Indexierung eures Blogs oder eurer Website unter HTTPS verzögern oder sogar ganz verhindern. Außerdem wird eure Website dann auch vom Browser als nicht sicher eingestuft.

Um diese „falschen“ Verlinkungen aufzuspüren empfehle ich den Google Chrome Browser zu nutzen. Über einen Rechtsklick auf deiner Website (wo, spielt keine Rolle) könnt ihr „Untersuchen“ auswählen und im neuen Fenster auf „Console“ umschalten. Dort werden alle Elemente angezeigt, die nicht über https übertragen werden.

Nun könnt ihr manuell noch weitere Änderungen vornehmen. Erst wenn alle Links entsprechend angepasst wurden, wird auch eure Website als sicher eingestuft.

6.) Google Search Console Property & Google Analytics

Sofern ihr die Google Search Console nutzt, solltet ihr auch hier eine neue Property mit der neuen https://-Adresse anlegen.

Auch Google Analytics solltet ihr auf die neue https-Adresse umstellen.

Meldet euch dazu in eurem Account an und klickt auf „Verwaltung > Property > Property Einstellungen“ und ändert dort eure Standard-URL auf https:// ab.

Auf der selben Seite, weiter unten könnt ihr Google Analytics auch gleich mit eurer neu erstellten Search Console Property verbinden.

Als Nächstes ändert ihr die URL der Website auch für die Datenansicht unter „Verwaltung > Datenansicht > Einstellungen der Datenansicht“.

Nicht vergessen!

Auch auf Facebook, Twitter, Instagram & Co. ist eure URL evtl. hinterlegt, nehmt euch die Zeit sie auch auf euren Social Media Kanälen entsprechend anzupassen.

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